Je größer der Hubraum des Motors, desto größer ist auch das Drehmoment. Ein höheres Drehmoment sorgt für eine stärkere Beschleunigung – man fühlt sich beim Gasgeben stärker in den Sitz gedrückt. Auf der anderen Seite erlaubt ein höheres Drehmoment auch größere Kraftanstrengungen, daher werden häufig Dieselfahrzeuge eingesetzt, um einen Wohnwagen, einen Anhänger oder eine schwere Ladung zu bewegen.
Bei Dieselmotoren bleibt die Drehzahl vergleichsweise niedrig (je nach Modell zwischen 1300 und 2400 U/min, bei neueren Motoren um die 1300 U/min). Die Kraft, die auf die Räder ausgeübt wird, ist in diesem Fall besonders groß. Ein hohes Drehmoment bewirkt also eine schnelle Beschleunigung und eine gute Übersetzung (ohne dass man zurückschalten muss).
Die Formel des Drehmoments entspricht also einer Kraft in Abhängigkeit von einem Weg. Man könnte es daher auch mit einem Gewichtheber vergleichen, der enorme Kraft aufwendet, um ein Gewicht zu stemmen. Je größer das Gewicht, um so stärker ist der Athlet.
DREHMOMENT = KRAFT x WEG
Die Kraft wird in Newton bemessen, der Weg in Metern.
Die Drehmomentkurve erreicht ihren Maximalwert im unteren Drehzahlbereich, im höheren Drehzahlbereich nimmt sie sehr schnell ab. Hier kommt ein weiterer Faktor ins Spiel:
Die Leistung entspricht der geleisteten Arbeit in einer bestimmten Zeit. Sie ist damit vom Drehmoment, aber auch von der Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors abhängig. Je schneller dieser läuft, um so größer ist seine Leistung. Bei Dieselmotoren werden so Werte bis zu 4000 oder auch 4500 U/min erreicht. Die Motorleistung bestimmt schließlich die Geschwindigkeit des Fahrzeugs.
Auch bei der Leistung funktioniert der Vergleich zum Gewichtheben: ein Athlet stemmt 120 kg in einer Minute, ein anderer 120 kg in einer halben Minute. In der doppelten Zeit hat der zweite bereits 240 kg gestemmt, also ist er der Stärkere.
LEISTUNG = DREHMOMENT / ZEIT
LEISTUNG = KRAFT x GESCHWINDIGKEIT
Die Leistung wird in Watt (W) oder in DIN PS gemessen, das Drehmoment ist in Metern mal Newton angegeben, die Geschwindigkeit in Umdrehungen pro Sekunde.
1 DIN PS = 1 Watt x 1,36
Am angenehmsten und geschmeidigsten läuft der Motor zwischen dem maximalem Drehmoment und maximaler Leistung. Außerhalb dieses Bereiches werden seine Möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft. Optimal sind daher zwischen 1500 und 4000 U/min: dann verbraucht der Motor am wenigsten Kraftstoff.
Dieselmotoren steigern ihre Leistung bis zu 4200 U/min, dann fällt sie ab. Ein Drehmoment über 3500 U/min ist daher nicht interessant.
Der Turbo-Benzinmotor erzielt eine stärker ansteigende Leistung, vor allem in Bereichen bis 5500 U/min (die Kurven sind nicht ganz zutreffend), das sind immerhin 1000 U/min mehr als bei den Dieselfahrzeugen. Das Drehmoment unterhalb von 2000 U/min ist nicht interessant, im Unterschied zum Dieselmotor, der bei niedriger Drehzahl eine bessere Übersetzung erreicht.
Ein noch nicht eingefahrener Dieselmotor sollte im Bereich zwischen 1800 und 3000 U/min gefahren werden: bei den neueren Fahrzeugen, die bis ins Detail gut verarbeitet sind, ist das zwar nicht mehr zwingend erforderlich, aber diese Maßnahme erlaubt es dennoch den einzelnen Bauteilen, ihren richtigen „Platz“ im Getriebe zu finden.
Quelle: Auszüge der Seite http://www.lewebdesconducteurs.com/
Autor: golfy@free.fr